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Was ist eine USDA-Winterhärtezone?.

Eine einfache Erklärung der USDA-Winterhärtezonen: wie die Zonen nummeriert sind, warum sie fürs Gärtnern wichtig sind und wo das System an seine Grenzen stößt.

Von der Pocket Botanist Redaktion ···7 Min. Lesezeit

Eine USDA-Winterhärtezone ist eine Zahl von 1 bis 13, die angibt, wie kalt es in einer Region im durchschnittlichen Winter wird. Jede Zone umfasst einen Bereich von 10 Grad Fahrenheit bei den durchschnittlichen Jahrestiefstwerten. Halbe Zonen (4a, 4b) unterteilen diesen Bereich noch einmal. Die Karte wird vom United States Department of Agriculture gepflegt, die Einteilung wird jedoch auch weit außerhalb der USA genutzt.

Wie die Zonen funktionieren

Die Karte stellt eine einfache Frage: Wie kalt wird es in der kältesten Nacht eines durchschnittlichen Jahres? Dieser Tiefstwert wird über rund 30 Jahre Wetterdaten gemittelt und jedem Ort wird eine Zone zugeordnet. Niedrigere Zahlen bedeuten mehr Kälte. Zone 1 ist subarktisch, Zone 13 tropisch.

Laut der USDA Plant Hardiness Zone Map ist die Überarbeitung von 2023 die aktuell maßgebliche Version. Viele Regionen in den USA sind seit der vorherigen Ausgabe von 2012 um eine halbe Zone wärmer eingestuft worden.

Ein paar nützliche Richtwerte:

  • Zone 3: Teile von Minnesota und Montana, durchschnittliche Tiefstwerte von -40 bis -30 °F
  • Zone 5: weite Teile des US-Nordens, durchschnittliche Tiefstwerte von -20 bis -10 °F
  • Zone 6: weite Teile des US-Zentrums, durchschnittliche Tiefstwerte von -10 bis 0 °F
  • Zone 7: Mittelatlantik und pazifischer Nordwesten, durchschnittliche Tiefstwerte von 0 bis 10 °F
  • Zone 9: Kaliforniens Küste und Teile Floridas, durchschnittliche Tiefstwerte von 20 bis 30 °F
  • Zone 11: Südflorida und Hawaii, durchschnittliche Tiefstwerte von 40 bis 50 °F

Warum das für die Pflanzenpflege wichtig ist

Auf Pflanzenschildern und in Saatgutkatalogen wird oft ein Winterhärtebereich angegeben, zum Beispiel „Zonen 5 bis 9“. Liegt deine Zone innerhalb dieses Bereichs, sollte die Pflanze bei normaler Pflege den Winter draußen überstehen. Liegt sie außerhalb, musst du sie im Winter reinholen, als einjährige Pflanze anbauen oder in strengen Wintern mit Verlusten rechnen.

Bei Zimmerpflanzen spielen Winterhärtezonen kaum eine Rolle. Drinnen sind die Temperaturen überall ähnlich, solange geheizt wird. Trotzdem verrät dir die Zone etwas über die Luftfeuchtigkeit draußen, die Länge der Vegetationsperiode und wie viel Licht deine Pflanzen im Jahresverlauf bekommen.

So findest du deine Zone

Gib deine Postleitzahl auf der USDA Plant Hardiness Zone Map ein. Die interaktive Karte zeigt dir deine Zone (z. B. 7a) und den passenden Temperaturbereich an.

Außerhalb der USA kannst du nach dem entsprechenden System deines Landes suchen. Die bekanntesten internationalen Systeme sind:

  • Großbritannien: Die Royal Horticultural Society nutzt eine Skala von H1 bis H7, wobei H1a für beheizte Gewächshäuser steht und H7 für die winterhärtesten Pflanzen. Siehe die RHS hardiness ratings.
  • Europa: Viele Kataloge geben neben eigenen Einstufungen auch USDA-Zonen an, weil sich die Temperaturbereiche gut auf das europäische Klima übertragen lassen. Nord- und Mitteleuropa liegen meist in den Zonen 6 bis 9, der Mittelmeerraum in den Zonen 9 bis 10.
  • Kanada: Natural Resources Canada veröffentlicht eine ähnliche Karte mit der gleichen Nummerierung von 1 bis 9, angepasst an das spezifische Klima des Landes.
  • Australien und Neuseeland: Winterhärtezonen werden seltener genutzt. Pflanzenschilder geben Hitze- und Frosttoleranz meist getrennt an.

Die andere Karte: AHS-Hitzezonen

Winterhärtezonen beschreiben nur die Kälte im Winter. Die American Horticultural Society veröffentlicht eine eigene Hitzekarte mit 12 Zonen, basierend auf der durchschnittlichen Anzahl der Tage pro Jahr mit über 30 °C (86 °F). Die Kombination aus USDA-Zone und AHS-Hitzezone gibt ein genaueres Bild davon, wo eine Pflanze gedeihen kann. Viele Pflanzenschilder geben mittlerweile beides an, zum Beispiel „USDA 6-9, AHS 9-6“.

Mikroklimate in deiner Zone

Die Zone auf der Karte ist ein regionaler Durchschnittswert. In deinem eigenen Garten kann es je nach Lage um eine ganze Zone wärmer oder kälter sein. Das hängt ab von:

  • Mauern und Zäunen, die Wärme speichern (eine Ziegelmauer nach Süden ist oft eine halbe Zone wärmer als freie Fläche)
  • Hängen und Frostlöchern (kalte Luft sinkt ab, am Fuß eines Hangs ist es kälter als oben)
  • Windexposition (Windschutz erhöht die tatsächliche Winterhärte)
  • Nähe zu Gewässern (Seen und Meere dämpfen Temperaturschwankungen ab)
  • Wärmeinseln in Städten (Innenstädte sind oft eine halbe Zone wärmer als das ländliche Umland)

Das bedeutet in der Praxis: Eine Pflanze für Zone 6 kann an einem geschützten Platz in Zone 5 oft überleben, während eine Pflanze für Zone 7 in einer zugigen Ecke eines Gartens in Zone 7 eingehen kann.

Wo das System an seine Grenzen stößt

Winterhärtezonen erfassen nur die Tiefsttemperaturen im Winter. Nicht berücksichtigt werden:

  • Wie heiß deine Sommer werden (dafür gibt es die AHS-Hitzezone)
  • Die Luftfeuchtigkeit, die für viele tropische Pflanzen und Wüstenpflanzen wichtig ist
  • Niederschlagsmenge und Bodenart
  • Die Länge der Vegetationsperiode in frostfreien Tagen
  • Dauer und Ausmaß von Sommertrockenheit

Nimm die Zone als Ausgangspunkt und schau dir an, was erfahrene Leute in deiner Gegend pflanzen. Gärtnereien vor Ort, regionale Fachberatungen und Gartenbauvereine helfen oft mehr als jede Karte allein.

Wie Pocket Botanist Winterhärtezonen nutzt

Pocket Botanist ermittelt deine Winterhärtezone über den Standort deines Geräts (sofern du zustimmst) und diese Funktion ist kostenlos. Die App nutzt die Zone, um Pflegetipps an dein Klima anzupassen. Mit Premium gibt es zusätzlich regionale Pflanzhinweise. Wenn sich ein Pflegetipp auf das Überwintern im Freien bezieht, gilt das nur für die passenden Zonen, andernfalls wirst du gewarnt. Deine Zone wird direkt auf deinem Gerät berechnet. Für die regionalen Hinweise wird nur der Zonencode übertragen, niemals deine genauen GPS-Daten. Wetterfunktionen senden Koordinaten, um eine lokale Vorhersage abzurufen. Du kannst die Genauigkeit in den Einstellungen anpassen oder die Standortfreigabe ganz deaktivieren. Details findest du in unserer Privacy Policy. Die vollständige App ist auf iPhone und Android kostenlos und du brauchst kein Konto, um loszulegen.

Quellen

  1. United States Department of Agriculture, "USDA Plant Hardiness Zone Map." planthardiness.ars.usda.gov
  2. Royal Horticultural Society, "RHS hardiness ratings." rhs.org.uk
  3. American Horticultural Society, "AHS Plant Heat-Zone Map." ahsgardening.org

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