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Pflanzensicherheit

Ist die Monstera giftig für Katzen?.

Ja. Monstera deliciosa enthält Calciumoxalat-Kristalle, die schon beim ersten Bissen im Katzenmaul brennen. Wie die Symptome aussehen, was zu tun ist, warum es selten gefährlich wird und wie Pflanze und Katze zusammenleben können.

Von der Pocket Botanist Redaktion ···4 Min. Lesezeit

Das ist eine der am häufigsten gestellten Fragen zu Zimmerpflanzen, und die Antwort lautet ganz klar Ja, allerdings mit einer wichtigen Einschränkung. Das Fensterblatt (Monstera deliciosa) steht auf der ASPCA-Liste der für Katzen und Hunde giftigen Pflanzen. Die Art der Giftigkeit sorgt in der Praxis aber dafür, dass die Pflanze eher wehtut als tötet. Wenn du weißt, wie das funktioniert, weißt du auch, wie viele Sorgen du dir machen musst.

Warum sie giftig ist

Wie die meisten Aronstabgewächse (Efeutute, Philodendron, Einblatt, Dieffenbachie) enthält die Monstera Raphiden: mikroskopisch kleine, nadelförmige Kristalle aus Calciumoxalat. Beißt eine Katze in ein Blatt, bohren sich die Kristalle in Zunge, Zahnfleisch und Rachen. Die Wirkung tritt sofort ein: starkes Brennen, Speicheln, Reiben mit den Pfoten am Maul, Würgen und oft leichtes Erbrechen. Die Strategie der Pflanze ist einfach: Der erste Bissen soll auch der letzte sein.

Die Kristalle stecken in allen Pflanzenteilen: in den Blättern, Stängeln, Luftwurzeln und unreifen Früchten. Die reife Frucht, der die Pflanze ihren Namen verdankt (deliciosa), ist für Menschen essbar, als Zimmerpflanze bildet sie aber so gut wie nie Früchte.

Typische Symptome

Innerhalb weniger Minuten: Speicheln, Pföteln oder Reiben am Maul, Kopfschütteln und eine Katze, die von der Pflanze plötzlich gar nichts mehr wissen will. Innerhalb einer Stunde: mögliches Erbrechen, geschwollene Zunge oder Lippen sowie Verweigerung von Futter und Wasser, weil das Maul wehtut. Was du normalerweise nicht siehst: Apathie, Kreislaufkollaps oder andere Beschwerden im gesamten Körper. Die Kristalle werden vom Organismus kaum aufgenommen.

Ein angenagtes Blatt, an dem eine Ecke fehlt, und eine sichtlich zerknirschte Katze: Das ist das klassische Bild. Die Beschwerden lassen meist nach wenigen Stunden nach und sind nach ein bis zwei Tagen komplett verschwunden.

Was du tun kannst

Nimm die Pflanze außer Reichweite und spüle das Maul der Katze vorsichtig mit Wasser aus, falls sie es zulässt. Biete Wasser an, oder etwas Milch bzw. Naturjoghurt: Das bindet die Kristalle und lindert das Brennen. Achte auf zwei Dinge, die noch am selben Tag tierärztlich abgeklärt werden müssen: Schwellungen im Maul oder Rachen, die das Atmen laut oder das Schlucken schwer machen, und anhaltendes Erbrechen. Ansonsten dient ein Tierarztbesuch eher der Beruhigung als der Notfallversorgung. Ruf im Zweifel trotzdem an, denn Tierarztpraxen und Giftnotrufe kennen diese Frage gut.

Wie gefährlich ist es wirklich?

In den allermeisten Fällen nicht gefährlich. Pflanzen mit Calciumoxalat sind schmerzhaft, aber das Problem regelt sich meist von selbst: Der Schmerz verhindert, dass eine gefährliche Menge gefressen wird, und die Wirkung bleibt lokal. Zu ernsten Fällen kommt es fast nur bei Schwellungen der Atemwege bei sehr kleinen Katzen oder wenn eine Katze trotz Schmerzen weiterfrisst, was selten vorkommt. Wirklich gefährliche Zimmerpflanzen für Katzen sind andere: Lilien (Lilium und Hemerocallis), bei denen schon Blütenstaub zu Nierenversagen führen kann, und der Palmfarn. Diese Pflanzen gehören keinesfalls in Katzenhaushalte.

Monstera und Katze in einer Wohnung

Die meisten Katzen ignorieren die Monstera nach dem ersten Versuch, falls sie überhaupt daran gehen. Risikofaktoren sind junge Kätzchen, gelangweilte Wohnungskatzen und Tiere, die an jedem Blatt knabbern. Höhe hilft: Stelle die Monstera auf einen Pflanzenständer oder in ein Zimmer, in das die Katze nicht darf. Spezielle Bittersprays für Haustiere helfen an den unteren Blättern. Ein Topf Katzengras in der Nähe bietet eine sichere Alternative. Und wenn deine Katze gar nicht lockerlässt, schenke die Pflanze weiter und ersetze sie durch eine Korbmarante, Grünlilie oder einen Schwertfarn. Alle drei gelten laut ASPCA als ungiftig.

Gleiches gilt für Verwandte

All das gilt genauso für Efeutute, Philodendron, Einblatt, Glücksfeder, Alokasie, Dieffenbachie und Flamingoblume, die dieselben Kristalle enthalten. Die Dieffenbachie löst dabei die stärksten Schwellungen aus. Pocket Botanist zeigt dir bei jeder Pflanzenbestimmung direkt an, ob eine Pflanze giftig ist und wie stark. So lohnt sich ein schneller Check vor dem Kauf.

Vor dem Kauf prüfen

Pocket Botanist zeigt bei jeder bestimmten Pflanze an, ob sie für Katzen, Hunde oder Menschen giftig ist und wie stark. Ein Foto im Geschäft reicht aus, um zu wissen, ob die Pflanze bei dir einziehen darf. Kostenlos für iPhone und Android.

Quellen

  1. ASPCA, "Toxic and Non-Toxic Plants: Swiss Cheese Plant." aspca.org
  2. ASPCA, "Toxic and Non-Toxic Plants." aspca.org

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